Aktion Faire Liga

Die Aktion Faire Liga besteht aus drei Teilen:

1. Kinderarbeit – wir kicken mit Bällen, die Kinder genäht haben!
2. Kinderarbeit – wir tragen Fußballschuhe, die Kinderarbeit beinhalten!
2. Mädchenfußball – die Benachteiligung von Mädchen im Fußball muss aufhören!
3. Talentsuche – ist das kindergerechte Förderung oder Ausbeutung?

 

1. Kinderarbeit an Fußbällen

Der Film “Balljungs – Woher kommen die Fußbälle?”

In Pakistan leben Assan und Sagir. Sie beginnen schon frühmorgens auf dem Dach ihres Hauses mit dem Zusammennähen von Lederfußbällen. Mit einer starken Ledernadel müssen sie 750 Stichen ausführen bis ein einzelner Ball aus 32 Stücken entsteht. Da Kinderarbeit verboten ist, dürfen sie nicht entdeckt werden. Der Film ist von 1999 und zeigt anschaulich, wie die Situation damals war. Es wird deutlich, was sich bis heute nicht geändert hat: Die Kinder werden ausgebeutet, verdienen 50 Cent pro Fußball – die Konzerne werden reich und verkaufen die Fußbälle für mehr als das 100fache.

Film “Balljungs” bestellen (der Film ist in der Sammel-DVD “Der Ball ist rund” mit vier weiteren Filmen enthalten)

 

Wie sieht es heute aus?

In Indien ist Kinderarbeit erlaubt – in Familienbetrieben. So näht die elfjährige Sofia täglich zwei Fußbälle und bekommt dafür umgerechnet 30 Cent, damit unterstützt sie ihre Familie. Zur Schule geht sie nicht. Diese Dokumentation von 2015 (ARD Weltspiegel) zeigt, dass die Kinderarbeit im Fußballbereit keineswegs beendet wurde.

Dokumentation sehen

 

Welche Verantwortung haben Konzerne und Liga-Vereine?

Es sieht allerdings so aus, als würden die großen Konzerne Adidas, Puma und Nike das Verbot der Kinderarbeit einhalten. Aber haben sie auch ihre Verantwortung für die vielen tausend Kinder und Jugendliche, die in der Vergangenheit die Fußbälle in Pakistan genäht haben, wahrgenommen? Diese jungen Menschen hatten keine Schulausbildung bekommen und müssen entschädigt werden. Außerdem ist zu fragen, ob die Erwachsenen, die heute die Fußbälle herstellen, genug verdienen, damit ihre Kinder zu Schule gehen können.

 

 

2. Wo bleiben eigentlich die Mädchen?

Der Film “Adelante Muchachas! Mädchenfussball in Honduras” zeigt, mit wieviel Energie und Freude Mädchen Fußball spielen. Unsere Fußballwelt wird eindeutig vom Männerfußball dominiert. Habt ihr schon mal ein Frauenfußballmatch gesehen? Ist auch nicht leicht, weil sie nur ganz selten im Fernsehen übertragen werden. Warum?

Mit der Aktion “Faire Liga” könnt ihr bei den Ligavereinen, den Verbänden und den Medien nachfragen und ihr könnt den Verantwortlichen sagen, dass ihr die Gleichberechtigung endlich auch im Sport wollt! Die Frauenfußballvereine werden euch dabei bestimmt unterstützen

 

3. Wo kommen eigentlich unsere Nachwuchsspieler her?

Der Film “Sold out – Von der Straße ins Stadion” zeigt die oft bittere Wirklichkeit hinter dem Geschäft mit jungen Talenten.

Mit der Aktion “Faire Liga” könnt ihr bei den Ligavereinen nachfragen, wie sie mit den jungen Talenten umgehen und wo sie die Grenze sehen zwischen positiver Nachwuchsförderung und Menschenhandel.

 

Aktion “Faire Liga”

Mit der Aktion “Faire Liga” könnt ihr euch an die Ligavereine wenden. Sie sollen die Konzerne, von denen sie ihre Fußbälle beziehen fragen

– Erhielten die ehemaligen Kinderarbeiter*innen, die für das Gelingen so vieler Spiele und für die Konzerngewinne so viel  entschädigt wurden und bei
– dass die heutigen Arbeiter*innen genug verdienen, damit ihre Kinder zur Schule gehen können

Die Ligwahrscheinlich auch von Adidas, Nike und Puma ausgenutzt werden. Dabei bindet ihr die Ligavereine ein, auf die es euch besonders ankommt. Sie sollen euch helfen!

Das Besondere: der 12. Juni, als der Start der Europameisterschaft ist gleichzeitig der internationale Tag gegen Kinderarbeit.