Artikel 2 – Recht auf Gleichheit

Artikel 2: Achtung der Kindesrechte; Diskriminierungsverbot

(1) Die Vertragsstaaten achten die in diesem Übereinkommen festgelegten Rechte und gewährleisten sie jedem ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Kind ohne jede Diskriminierung unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status des Kindes, seiner Eltern oder seines Vormunds.

(2) Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass das Kind vor allen Formen der Diskriminierung oder Bestrafung wegen des Status, der Tätigkeiten, der Meinungsäußerungen oder der Weltanschauung seiner Eltern, seines Vormunds oder seiner Familienangehörigen geschützt wird.

Gleichheit erkämpfen
Film: “Sabah aus Gaza City”

In einem abgeriegelten Land, aus dem kaum jemand heraus- und fast nichts hineinkommt, steht das Meer noch einmal mehr als anderswo für Offenheit und Grenzenlosigkeit. In Gaza-City surft ein Mädchen. Noch. Doch Sabah, die einzige Surferin aus Gaza, ist bald 18 Jahre alt, und wird gemäß der Tradition bald heiratet und das Wellenreiten aufgeben.

 

Gleichheit erkämpfen
Film: “Suthu aus Durban/Südafrika”

Suthu ist fast 30 Jahre alt, studiert Ingenieurwesen, ist die erste schwarze Surferin Südafrikas und liebt eine Frau. Tradition und Kultur sehen für schwarze Frauen in ihrem Alter Heirat und Kinder vor. Obwohl Suthu sich selbst als angstfrei bezeichnet und sie niemand konkret vom Surfen abhält, spürt sie, dass sie dem Druck der gesellschaftlichen Konventionen standhalten und sich rechtfertigen muss. An anderer Stelle kann das offensichtliche Bruch mit Konventionen jedoch auch gefährlich werden. In ihrem schwarzen Township müssen Suthu und ihre Freundin Norma ihre Beziehung verheimlichen. Gewalt gegen homosexuelle Frauen ist ein großes Problem. Selbst gegenüber ihren Eltern ist Suthu in dieser Hinsicht vorsichtig.

 

Ungleiche Spielregeln
Film: “Aneesha aus Mangalore/Indien”

Im Süden Indiens trifft Regisseurin und Reporterin Dörthe Eickelberg auf Aneesha und ihre Freundinnen. Die jungen Frauen aus Mangalore sorgen in ihrem Land, in dem sich die meisten Menschen vor dem Ozean fürchten für Aufregung. Als Teil der ersten indischen Frauengeneration im Surfen möchten sie Profi-Sportlerinnen werden. Doch sportliche Mädchen passen in Indien ebenso wenig in die patriarchal geprägten Rollenbilder wie Frauen, die unabhängig sind und ihre eigenen Ziele verfolgen. Rückhalt ist selbst in der eigenen Familie schwer zu finden. Aneeshas Vater war von Beginn an gegen die Surf-Ambitionen seiner Tochter. Weil er nicht wollte, dass seine Frau das Haus verlässt, um sie zum Training oder zu Wettkämpfen zu fahren, wurden die beiden von ihm verstoßen. Aneesha ist inzwischen in einem Surf-Ashram untergekommen. Ihre Mutter unterstützt sie weiterhin, denn sie will nicht zulassen, dass ihre Tochter diskriminiert wird, nur weil sie ein Mädchen ist. So ist sie auch dabei, als sich die jungen Surferinnen einmal quer durchs Land auf den Weg nach Chennai zur den wichtigsten indischen Surf-Meisterschaften machen. Doch auch dort schlagen ihnen Wellen der Benachteiligung entgegen. Ungleiche Wettkampfbedingungen gegenüber ihren männlichen Kollegen zeigen, dass auch die Surfszene eine von Männern dominierte und geregelte Welt ist. Doch Aneesha hält das nicht auf, denn für sie ist der Weg zum Surf-Profi auch der Weg zu mehr Gleichberechtigung.